Der richtige Einbruchschutz für Fenster

Posted on Juli 29, 2016

Einbruchdiebstahl in Einfamilienhäusern, Wohnungen und Gewerbeimmobilien ist ein wachsendes Problem in Deutschland. So haben Einbrecher oftmals ein viel zu leichtes Spiel, da nicht jeder auf einen adäquaten Schutz durch Einbruchprävention setzt. Errichterfirmen raten, mindestens mechanische Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Denn besitzt die Immobilie keine einbruchhemmenden Türen oder Fenster, bietet eine mechanische Nachsicherung zuverlässigen Widerstand. Erfahrungen der Polizei besagen, dass Täter in mehr als 50 Prozent der Fälle Türen und Fenster einfach aufhebeln. Beliebteste Einstiegsstelle sind nach den Ergebnissen polizeilicher Studien die Fenster und Fenstertüren ─ ganze 80 Prozent der Täter wählen den Weg über diese. Grund genug, sich über den richtigen Einbruchschutz der Fenster zu informieren.

Einbruchschutz für Fenster: Darauf kommt es an

Ungesicherte Fenster können Einbrecher schon mit einfachsten Mitteln aufhebeln. So gelangen die Täter bereits mit einem Schraubenzieher in Sekundenschnelle in die Immobilie. Daher sollten Mieter und Immobilienbesitzer nicht darauf vertrauen, dass herkömmliche Fenster im geschlossenen Zustand ausreichenden Schutz bieten können. Selbst abschließbare Griffe verhindern das Aufhebeln nicht. Laut der VdS Schadenverhütung, dem führenden Prüfinstitut für Sicherheitstechnik, sollten Mieter und Immobilienbesitzer daher auf folgende Kriterien Wert legen:

  • Der Rahmen eines Fensters sollte unbedingt an mehreren Stellen fest verankert sein. Dies verhindert, dass Einbrecher das gesamte Fenster aus dem Mauerwerk hebeln können.
  • Ebenso sollten die Fensterbeschläge über die richtigen Zapfen verfügen. Statt der herkömmlichen Rundzapfen bietet die Nachrüstung sogenannter Pilzkopfzapfen einen besseren Einbruchschutz. Der Vorteil: Aufgrund der pilzartigen Form verhakt sich der Kopf des Zapfens beim Schließen fest mit dem Fensterrahmen.
  • Weiterhin bietet sich die Installation von anschraubbaren Zusatzschlössern an. In Kombination mit einem einbruchhemmenden Beschlag bieten diese zusätzliche Sicherheit.
  • Auch eine Nachrüstung der herkömmlichen Isolierverglasung kommt in Frage. Tauschen können Mieter und Immobilienbesitzer diese durch speziell gegen Einbruch geschützte Fenstergläser.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der VdS.

Einbruchhemmende Fenster für höchste Sicherheit

Wer ein besonders hohes Maß an Schutz benötigt, sollte direkt auf die sogenannten einbruchhemmenden Fenster aufrüsten. Diese lassen sich problemlos nachträglich in die Immobilie einbauen und bieten verstärkten Schutz vor Einbrechern. Dafür verfügen die in Holz, Kunststoff, Leichtmetall oder Eisen erhältlichen Fensterrahmen eine sehr hohe Stabilität. Ebenso sind Flügel und Beschläge besonders widerstandsfähig konstruiert. Zusätzlich verfügen einbruchhemmende Fenster über eine sehr strapazierfähige Verglasung, die sogar groben Schlägen und Steinwürfen standhält.

Das ist bei der mechanischen Sicherung zu beachten

Laut der VdS Schadenverhütung sind in Sachen mechanischer Sicherung zwei Punkte besonders wichtig. Zum einen sollten Mieter und Immobilienbesitzer lediglich geprüfte Produkte verwenden. Dafür stellt das Institut spezielle Zertifikate aus, an denen sich Verbraucher orientieren können. Diese bieten nachweislich, nach einem streng reglementierten Verfahren geprüfte, Zuverlässigkeit und Qualität. Weiterhin sollten Mieter und Immobilienbesitzer unbedingt auf den fachgerechten Einbau der Technik achten. Denn wenn Sicherheitstechnik nicht korrekt installiert ist, hält sie keinem Einbruch stand. Unterstützung geben hier Errichterfirmen. Die Sicherheits-Dienstleister sind entsprechend ausgebildet und übernehmen den fachgerechten Einbau der Geräte.

Übrigens: Den Einbau von Sicherheitstechnik können private Mieter und Immobilienbesitzer über die Kredite und Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanzieren. Wer den Weg zu einem sicheren Eigenheim einschlägt, erhält auf Antrag bis zu 1.500 Euro dazu. Weiterführende Informationen lesen Sie hier.

Tipp: Auf Kombination mit einer Einbruchmeldeanlage setzen

Viele Mieter und Immobilienbesitzer vernachlässigen das Thema Sicherheit. Jedoch lässt sich bereits mit geringem Aufwand viel erreichen. Wer umsichtig vorausplant und auf die richtige Sicherheitstechnik setzt, macht Einbrechern das Leben schwer. Einen wichtigen Schritt stellt hier natürlich ebenfalls die Installation einer Einbruchmeldeanlage dar. Die Geräte bilden gemeinsam mit der mechanischen Sicherung ein grundlegendes Schutzpaket für die Immobilie. Eine Alarmanlage arbeitet effektiv mit dem Einbruchschutz für Fenstern zusammen. Denn die Fenster lassen sich dank Glasbruch- oder Öffnungsmelder direkt mit einer Einbruchmeldeanlage verknüpfen. Mieter und Immobilienbesitzer erhalten so einen umfassenden Rundum-Schutz aus mechanischem Widerstand und Gefahrenmeldung.

Auf professionelle Sicherheitsexperten vertrauen

Die Auswahl, Planung und Installation von praxistauglicher Sicherheitstechnik erfordert in der Regel hohes Fachwissen. Wer keine Lust oder Zeit hat, sich in das recht umfangreiche Thema einzuarbeiten, kann auf eine Errichterfirma vertrauen. Die speziell ausgebildeten Fachleute beraten in allen Aspekten rund um den Einbruchschutz für Fenster, Türen & Co. Besonders gefragt sind außerdem die zertifizierten Facherrichter. Diese bieten zeitgemäßes Know-how in Sachen Sicherheitstechnik und stellen versicherungstechnisch relevante Atteste über eingebaute Geräte aus. Auf Wunsch übernehmen die Profis natürlich auch die Wartung und Instandhaltung.