VdS-Zertifizierung: Geprüfter Einbruchschutz dank VdS-anerkannter Alarmanlage

Posted on Oktober 26, 2015

Wer sein Haus mit der richtigen Sicherheitstechnik ausstatten möchte, sollte nicht nur auf den Preis schauen. Bei Discount-Einbruchmeldeanlagen können durch qualitative Mängel im Ernstfall Fehlfunktionen auftreten oder die Datenübertragung ausfallen. Zusätzlich sind die Bauteile der Geräte durch das niedrige Preisniveau nicht hochwertig verbaut. Und die preisgünstigeren Produkte lassen sich durch ihre einfachere Konstruktion leichter durch Einbrecher manipulieren. Auch für Sicherheitstechnik gilt also die Faustregel: „Wer billig kauft, kauft zweimal.“

Wenn ein Hausbesitzer oder Mieter seine Immobilie vor Einbrechern schützen möchte, sollte er auf die Produkte etablierter Hersteller setzen. Markengeräte kosten mehr, dafür bieten die Hersteller aber geprüfte, zuverlässige und sichere Geräte. Etablierte Einbruchmeldeanlagen von beispielsweise DAITEM, Honeywell und TELENOT sind zusätzlich oftmals mit einer sogenannten VdS-Zertifizierung versehen. Ein VdS-Zertifikat garantiert geprüfte Qualität und ein Optimum an Sicherheit.

Was verbirgt sich hinter der VdS-Zertifizierung?

VdS bedeutet „Vertrauen durch Sicherheit“ und hinter jedem VdS-Zertifikat steht das Institut VdS Schadenverhütung, ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Das unabhängige Institut gehört zu den wichtigsten Prüfinstitutionen im Bereich Brandschutz und Sicherheitstechnik in Deutschland. Die VdS Schadenverhütung verfügt über eigene Laboratorien sowie eine eigene technische Prüfstelle.

Aufgrund des mehr als hundertjährigen Bestehens und der zahlreichen Akkreditierungen, die Unabhängigkeit und Objektivität garantieren, gilt das Unternehmen auch international als anerkannter Technologie- und Innovationsführer. Dafür hat sich das Institut global positioniert und arbeitet länderübergreifend mit einer Fülle an für Sicherheitstechnik relevanten Zertifizierungsstellen zusammen. Die VdS-Richtlinien und -Zertifikate geben Verbrauchern Orientierung, um die Wertigkeit eines technischen Produkts im Bereich Brandschutz und Sicherheit einschätzen zu können. So stellt das Institut die stark reglementierten Zertifikate auch für Einbruchmeldeanlagen aus.

VdS-Zertifizierung für Einbruchmeldeanlagen

Eine VdS-anerkannte Alarmanlage bescheinigt ausgereifte und funktionssichere Technik, die zusätzlich alle aktuellen Erkenntnisse hinsichtlich Täterarbeitsweisen berücksichtigt. Mieter und Immobilienbesitzer sollten vor dem Kauf einer Einbruchmeldeanlage unbedingt darauf achten, ob das Gerät ein VdS-Logo aufweist. Um eine VdS-Zertifizierung zu erhalten, muss der Hersteller das Gerät bei dem Institut einreichen und testen lassen.

Dieses sogenannte Nachweis einer VdS-anerkannten Alarmanlage einfordern. In Branchen mit besonders hohen Einbruchsrisiko ist das Attest von VdS-zertifiziertem Einbruchschutz als Versicherungsbedingung sogar Pflicht. Dazu zählen zum Beispiel Banken und Juweliere. Aufschluss über etwaige Forderungen können Gewerbetreibende in dem jeweiligen Versicherungsvertrag nachlesen oder direkt beim Versicherer nachfragen.

VdS-Prüfung und Zulassung: Der Ablauf im Detail

Erster Schritt für eine VdS-anerkannte Einbruchmeldeanlage bildet ein Vorgespräch mit der VdS Schadenverhütung. In diesem prüft das Institut, ob der Hersteller die Anforderungen einer VdS-Anerkennung erfüllt. Ist dies gegeben, konzipiert das Unternehmen gemeinsam mit dem Hersteller das anknüpfende Prüfverfahren, welches ab Vorlage der Alarmanlage und der dazugehörigen Komponenten sowie der Produktdokumentation beginnt. Optional lässt sich die Prüfung bereits in der Entwicklungsphase der Einbruchmeldeanlage durchführen.

Das Institut stellt unter anderem Zertifikate für folgenden Bauteilgruppen aus:

  • Einbruchmeldezentralen, -erweiterungen
  • Schalteinrichtungen, Sperrelemente und Zubehör
  • Bewegungs-, Objekt-, Öffnungsmelder sowie Glasüberwachung
  • Zubehör wie Schlüsseldepots, Ein- und Ausgangsschnittstellen, Batterien und Schutzgehäuse
  • Sonstige Systeme wie Nebelgeräte, Einfärbesysteme oder Ortungsgeräte

Die Prüfung erfolgt zumeist in den institutseigenen Laboratorien. Je nach Gerät wird Sicherheitstechnik bei der VdS auf ihre mechanische Sicherungsqualität und die Störfestigkeit gegenüber Umwelteinflüssen untersucht sowie einer Vibrationsprüfung unterzogen. Das Zertifikat stellt die VdS nach dem erfolgreichen Abschluss aller Prüfungskomponenten aus. Erst dann darf der Hersteller mit der weltweit anerkannten VdS-Zertifizierung werben. Das VdS- Logo sowie die Nennung der Anerkennungsnummer auf der Produktverpackung sorgen hier für den nötigen Nachweis. Gültigkeit besitzt das Zertifikat in der Regel über vier Jahre. Zusätzlich können im Gültigkeitszeitraum weitere Überwachungsmaßnahmen anfallen. Verbrauchern bietet die Zertifizierung so absolute Zuverlässigkeit und Sicherheit.

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Die Klassen von VdS-anerkannten Alarmanlagen

VdS-anerkannte Einbruchmeldeanlagen sind in die Klassen A, B und C eingeteilt. Diese weisen den
Grad des Schutzes gegen Überwindungsversuche im scharfen und unscharfen Zustand sowie die Ansprechempfindlichkeit der Melder nach. Den höchsten Schutz bietet die Klasse C, die Geräte zertifiziert die hauptsächlich im gewerblichen Bereich zum Einsatz kommen. Die umfangreiche Hybrid-Einbruchmeldeanlage D24 beispielsweise ist eines der wenigen Geräte mit VdS-Zertifizierung der Klassen A, B und C in Drahtversion (A und B in Funkversion). Die Anlage ist insbesondere für den Einsatz in großflächigen Immobilien wie Supermärkte, Hotels oder öffentliche Einrichtungen ausgelegt. Für Haushalte sind die Schutzklassen A und B völlig ausreichend. Die Klasse B ist insbesondere für höhere Versicherungssummen vorgesehen.

Tipp: VDS-Home, das Qualitätssiegel für private Immobilien

Neben der strengen Zertifizierung von Einbruchmeldeanlagen entlang der Klassen A, B und C stellt die VdS Schadenverhütung das sogenannte VdS-Home-Siegel aus. Dieses ist insbesondere für private Verbraucher gedacht. Denn die VdS-anerkannten Geräte sind für den Hausgebrauch in der Regel zu umfangreich ausgestattet. Das Qualitätssiegel füllt genau die Lücke, die zwischen dem breiten Angebot an ungeprüften Geräten und den VdS-anerkannten Alarmanlagen entsteht.

So bescheinigt das Siegel geprüfte Einbruchmeldeanlagen in hoher Qualität und Zuverlässigkeit. Das macht VdS-Home zur ersten Wahl für Einbruchmeldeanlagen im privaten Bereich. Natürlich erfolgt die Ausstellung des Siegels nach einem ebenso aufwändigen, wenngleich nicht so strengen Prüfverfahren wie die VdS-Zertifizierung. Private Mieter und Immobilienbesitzer sollten daher stets auf das VdS-H-Logo auf der Einbruchmeldeanlage achten. Mit dem Qualitätssiegel ist beispielsweise die D22 von DAITEM ausgestattet, die wir von GRAEF Alarmanlagensysteme gerne empfehlen. Weitere Informationen zum Siegel lesen Sie in der Infobroschüre der VdS.

Weitere Zertifikate der VdS Schadenverhütung

Ein weiteres Zertifikat, auf das Mieter und Immobilienbesitzer vor dem Kauf einer Einbruchmeldeanlage achten können, ist die EN (Europa Normalklasse). Die EN-Zertifizierung bestätigt eine auf den europäischen Markt ausgelegte Qualitätsprüfung der Alarmanlage durch die VdS Schadenverhütung. Ebenso erkennt die VdS Schadenverhütung Errichterfirmen nach den europäisch abgestimmten Spezifikationen für Errichterfirmen von Anlagen der Brandmelde- und Sicherungstechnik (CEA 4048 und CEA 4049) an.

Insbesondere die im Schweizer Raum relevante Zertifizierung SES (Verband Schweizerischer Errichter von Sicherheitsanlagen) wird außerdem von der VdS durchgeführt. Geräte, die dieses Zertifikat tragen, entsprechen den vom SES definierten und reglementierten Anforderungen an Einbruch- und Überfallmeldeanlagen für die Schweiz.

Errichterfirmen unterstützen Verbraucher bei Zertifizierungen und Siegeln

Die VdS-Zertifizierung bietet Verbrauchern nachweislich geprüften Überwachungsschutz und das je nach Zertifikat oder Siegel im passenden Anwendungsbereich. So können gewerbliche aber auch private Verbraucher auf die Zertifizierung durch die VdS vertrauen. Wer sich unsicher ist, welche Zertifizierung für die eigene Immobilie nötig ist und welche Einbruchmeldeanlage am sinnvollsten ist, kann sich bei einer Errichterfirma informieren. Erfahrene Sicherheitstechnik-Experten kennen sich mit den modernen Qualitätsstandards von Alarmanlagen bestens aus und bieten eine in der Regel kostenlose Erstberatung.

Bei Einbruchmeldeanlagen auf anerkannte VdS-Errichter setzen

Insbesondere den direkt von der VdS zertifizierten Errichtern können Verbraucher vertrauen. Denn nicht nur Sicherheitstechnik lässt sich zertifizieren, sondern auch die Errichterfirmen selbst können ein Zertifikat erhalten. Laut Institut ist schließlich nur der Fachmann in der Lage, aus der unüberschaubar großen Menge an unterschiedlichen Meldern, Signalgebern und Zentralen eine ordnungsgemäße und im Ernstfall verlässliche Einbruchmeldeanlage zusammenstellen. So wissen Profis im Bereich Sicherheitstechnik welche Überwachungsmaßnahmen sinnvoll sind und können Störungen und Falschalarmen vorbeugen. Ein anerkannter VdS-Errichter in der Fachrichtung Einbruchmeldeanlagen bietet dem Verbraucher stets das aktuelle Know-how in Sachen Einbruchmeldeanlagen. Zusätzlich dürfen nur von der VdS zertifizierte Unternehmen Atteste über die Installation VdS-anerkannter Alarmanlagen ausstellen.